Gartenfräse – die gute Helferin im Garten

Gartenfräse – die gute Helferin im GartenWussten Sie, dass es einen Unterschied zwischen einer Gartenfräse und einer Gartenhacke gibt? Als Gartenfräse wird das leichte, mit Strom betriebene Gerät bezeichnet. Mit diesem wird der obere Bodenbereich bearbeitet. Die Gartenhacke hingegen ist ein schweres Gerät mit Benzinmotor, das auch tiefere Bodenschichten und schwere Böden adäquat bearbeiten kann. Ja, vermutlich haben Sie Recht – es ist ein und das gleiche Gerät, nur in unterschiedlichen Ausführungen. Für die meisten Gartenbesitzer ist die Gartenfräse durchaus ausreichend. Deshalb wollen wir uns heute einmal mit der Gartenfräse / Gartenhacke ein wenig näher befassen.

Elektro oder Benzinmotor?

Die Gartenfräse ist nicht das einzige Gartengerät, bei dem man sich dieser Frage stellen muss. Doch ist sie durchaus sinnvoll. Mit einer Elektro-Gartenfräse kann man in kleinen Gärten, die einen lockeren Boden, der gut belüftet ist bzw. regelmäßig durcharbeitet wird, prima arbeiten. Die Elektro-Gartenfräse wird in diesen Gärten nicht nur den lockeren Boden bis zu einer Tiefe von maximal 20 Zentimeter souverän bearbeiten können. Soll der Boden aber noch tiefer bearbeitet werden, sollte zu einer stabileren und stärkeren Gartenfräse mit einem Benzinmotor gegriffen werden. Der Grund ist schnell erklärt: Je größer die Arbeitstiefe angesetzt wird, desto schwerer und fester wird das Bodengemisch. Auch wenn der Elektroantrieb von heute so einiges zu Wege bringen kann, muss man ganz klar sagen, dass er für diese Arbeitstiefe nicht genügend Arbeitsleistung aufbringen kann. Ist Kraft und Stärke gefragt, muss es leider die laute, stinkende Gartenhacke mit Benzinmotorantrieb sein. Sie bringt es auf bis zu 3700 Watt. Um einen Vergleichswert zu haben – eine Elektro-Gartenfräse kann mit maximal 1500 Watt aufwarten.

ACHTUNG – STROMKABEL!  Nun werden Sie bestimmt sagen, dass das doch jeder weiß, der mit einer Elektro-Gartenfräse arbeitet. Theoretisch ja, und dann ist man wegen irgendetwas anderem abgelenkt und schon hat man wieder einmal ein Stromkabel zerschnitten. Muss ja nicht sein, nicht wahr?

Wie viele Hackmesser benötigt eine gute Gartenfräse?

Diese Frage muss wieder auf das benzinbetriebene und das elektrobetriebene Gerät aufgeteilt werden.

Die große Gartenhacke mit Benzinmotor besitzt in den meisten Fällen vier Hackmesser, die eine durchschnittliche Stärke von 26 Zentimetern besitzen.  Damit können Sie auch brachliegendes Land umgraben. Denn auch die Konstruktion dieser großen Gartenhacke ist so solide, dass bereits das Eigengewicht des Gerätes viel Arbeit übernehmen wird. Deshalb noch eine weitere Warnung: Wer mit diesem Gerät arbeiten möchte, muss sich dessen bewusst sein, dass es schwer ist und damit auch nicht ganz leicht zu handhaben. Es wird also recht viel Kraft benötigt, um gut damit umgehen zu können.

Bei der Elektro-Gartenfräse finden zwei Modell der Hackmesseraufteilung:

  • 4 Messer mit einem Durchmesser von gut 22 Zentimeter
  • 24 kleine, aber sehr scharfe Hackmesser

Mit welchem Modell man nun besser in seinem Garten zurechtkommt, ist zum einen von der Bodenbeschaffenheit, aber auch von den durchzuführenden Arbeiten abhängig. Es ist zu beachten, dass mit diesen Geräten weiche bis mittelharte Böden gut bearbeitet werden können. Für harte Böden sind sie nicht geschaffen.

Laufräder?

Nicht alle Modelle besitzen Laufräder. Sie werden nicht von den Rädern, sondern den Walzen mit den Hackmessern vorwärts gezogen. Es kann nicht pauschal gesagt werden, dass Modelle mit Rad besser laufen als solche ohne. Hier entscheidet das persönliche Empfinden bzw. die sonstigen Ansprüche an das Modell. Tatsache ist: Laufräder können auf extrem schwerem Untergrund auch einmal abbrechen. Daher lautet unsere Empfehlung – lieber ohne Laufrad.

Stabilität bitte schön

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass eine Gartenfräse sehr solide gebaut ist. Schließlich weiß man nie, ob nicht versteckte Steine oder sonstige im Boden verborgen ist. Ob man sich tatsächlich für ein stabiles Modell entscheidet, kann am Eigengewicht erkannt werden. Je schwerer das Gerät ist, desto stabiler ist auch die Gesamtkonstruktion. Zudem kann man sagen, dass das Gewicht auch Auskunft darüber gibt, welche Böden mit dem Modell bearbeitet werden können. Je schwerer und unbearbeiteter der Boden, desto schwerer muss die Gartenfräse sein. Denn auch das Eigengewicht verhilft zu einem besseren Fräserfolg.

Wann ist die beste Zeit zum Umgraben des Gartens?

Handelt es sich um eine Neuanlage, sollte die Fläche spätestens Ende März bis Mitte April fertig bearbeitet sein. Bei bereits genutzten Flächen wird entweder im Herbst, direkt nach der Ernte umgepflügt oder aber, wenn man Anhänger des Dauerhumus ist und erst direkt vor der Aussaat für ein wenig Ordnung auf dem Beet sorgen möchte, oder das Beet mit Gründüngung bedacht hat, im Frühjahr, direkt vor der Aussaat. In diesem Fall arbeitet man nach dem Motto „Morgens pflügen, mittags säen!“

Ein gut gepflügtes Beet sollte nach der Aussaat bzw. nach dem Austreiben der Pflanzen gemulcht werden. Auf diese Weise verbleibt die Feuchtigkeit besser im Boden. Außerdem verrottet der Mulch, was dem Boden neue Nährstoffe gibt, die wiederum die Nutzpflanzen wachsen lassen. Wer seinem Boden permanent, also tatsächlich das ganze Jahr über etwas Gutes tun möchte, mulcht ganzjährig mit den frischen Küchenabfällen. Essensreste haben selbstverständlich nichts auf den Beeten zu suchen. Sie würden nur Kleintiere und Nager anlocken.

Fazit

Große, schwere Modelle mit Benzinmotor werden Gartenhacke, kleine, elektrobetriebene Modelle Gartenfräse genannt. Die Elektromodelle sind handlich, besitzen ein geringes Eigengewicht und benötigen nur wenig Stellraum im Gartenhaus oder im Keller. Leichte bis mittelschwere Böden im kleinen Garten sind ihr Spezialgebiet. Die großen Gartenhacken sind eher für schwere Böden und große Gärten.

Beide erleichtern die Arbeit des Umgrabens ungemein. Denn dies ist eine wirklich schwere, schweißtreibende Arbeit. Zudem kann man sich auf ein gutes Arbeitsergebnis verlassen. Die Furche wird gerade sein, die Belüftung gut, Unkraut souverän untergegraben.

Beide sind leider nicht ohne einen gewissen Lärmpegel zu bedienen. Für das eine Modell sind Benzin und Öl für den Betrieb notwendig, für das andere Strom und ein langes Stromkabel.

Die Anschaffungskosten für die Elektro-Gartenfräse sind im angemessenen und erschwinglichen Rahmen. Wer sich jedoch mit dem Gedanken abgibt, eine große, professionelle Benzin-Gartenhacke zu bestellen, der sollte schon gespart haben. Sie sind in der Anschaffung recht kostspielig und deshalb nur für größere Flächen und Nutzgärten, die jedes Jahr eine gute Bearbeitung brauchen, sinnvoll. Wohl dem, der eine Gartenfräse besitzt. Er wird in der Nachbarschaft viele Freunde haben.